Business-Chancen vs. Niedriglöhne: Unternehmen beurteilen Folgen der Digitalisierung kritisch

  • Viele Entscheider befürchten eine weitere Öffnung der Einkommensschere 
  • Entstehung neuer Arbeitsfelder: von Niedriglohnsektor bis Spitzenverdiener 

München, 12. September 2017 – In der Studie „Unternehmensbefragung: Folgen der Digitalisierung“ der IT-Management-Beratung kobaltblau wird es deutlich: Obwohl die digitale Entwicklung bereits im vollen Gange ist, sind ihre Auswirkungen für viele immer noch nicht abzusehen. 

Vereinfachte Prozesse, schnellere Reaktionen, optimierte Kommunikation – die Digitalisierung soll nicht nur Unternehmen auf zahlreichen Ebenen Verbesserungen bringen, sondern auch Arbeitnehmern und der Gesellschaft im Allgemeinen. Doch viele Entscheider sehen das bislang anders: Sie befürchten unter anderem, dass sich die Einkommensschere durch die fortschreitende Digitalisierung noch weiter öffnen wird. Der Bedarf an einfachen Arbeiten zum Beispiel in Call Centern wird zunehmen – diese These vertritt immerhin fast die Hälfte der befragten Manager diverser Branchen. 

Mehr noch: 45 Prozent der Befragten rechnen damit, dass mehr und mehr Jobs im Niedriglohnsektor entstehen werden. Und allein 59 Prozent gehen davon aus, dass Leistungen durch die Digitalisierung im Rahmen von Outsourcingmaßnahmen verstärkt ins Ausland verlegt werden. Eine Schreckensvision für den Standort Deutschland, die nach Lösungen ruft. Und auch die haben Unternehmen bereits auf ihrer Agenda: Drei von vier der befragten Führungskräfte glauben daran, dass durch die Digitalisierung eine neue Gruppe von Spitzenverdienern entstehen wird. Diese hochbezahlten Experten werden ihrer Ansicht nach dringend benötigt, um neue Geschäftschancen schneller zu erkennen und zeitnah umzusetzen. Einen wichtigen Faktor für die Zukunft, sehen viele Entscheider vor allem in der Mitarbeiterqualifizierung – die größte Herausforderung auf dem Weg zu einer erfolgreichen Digitalisierung.

„Wer die Potenziale digitaler Veränderung voll ausschöpfen will, braucht Weitblick und Spezialisten“, bestätigt kobaltblau-Geschäftsführer Hans-Werner Feick die Ergebnisse. „Dazu gehören nicht nur externe Fachleute, die Unternehmen dabei unterstützen, Digitalisierungsprozesse optimal auf die Bühne zu heben. Auch im Management ist Expertise gefragt – zum Beispiel in Form eines Chief Information Officers. Als Projektverantwortlicher verfügt er über Kernkompetenzen in Business Prozess Management & Consulting sowie über Produkt-Know-how. Das kann entscheidend dazu beitragen, dass die Digitalisierung eines Unternehmens den gewünschten Effekt erzielt.“

Über die Studie:

Für die Studie „Unternehmensbefragung: Folgen der Digitalisierung“ wurden im Herbst 2016 insgesamt 200 Entscheider der ersten und zweiten Führungsebene – Geschäftsführer, Vorstand, Abteilungs- und Bereichsleiter – aus Unternehmen ab 500 Mitarbeitern über alle Branchen (ausgenommen: Öffentlicher Dienst) telefonisch befragt.